Geschichte

Geschichte der Dienststelle

1960 wurde der damalige Religionslehrer Alois Frischholz zum Diözesanpräses der freien Schwesternschaft - spätere Bezeichnung: Seelsorger für Pflegeberufe -ernannt. Zu Beginn seiner Tätigkeit gab es noch keinen eigenen Haushaltstitel. Die anfallenden Kosten bestritt Alois Frischholz aus seinen Einkünften als Religionslehrer.

1962 wurde Prof. Dr. Rudolf Graber Bischof von Regensburg. Wenig später wurde das Seelsorgeamt errichtet. Unter diesem Dach sollten die verschiedenen pastoralen Arbeitsfelder der außerordentlichen Seelsorge besser beheimatet sein.

Ab 1966 bekam die Seelsorge für Pflegeberufe einen eigenen Sachkostenetat (Haushaltsstelle Nr. 42400 im Haushaltsplan der Diözese). 1972 konnten im Diözesanzentrum Obermünster Büroräume angemietet werden.

Die Deutsche Bischofskonferenz befasste sich bei ihrer Vollversammlung im Jahre 1967 ausführlich mit der Seelsorge für die freien Schwestern  (vgl. Protokoll der Vollversammlung der DBK vom 19.-22.09.1967). Dabei wurde den Diözesen vorgeschlagen, zusätzlich zu den Seelsorgern auch hauptamtliche Referenten anzustellen. Die Zuordnung zum Seelsorgeamt wurde begrüßt. Eine bundesweite Konferenz der Schwesternseelsorger existierte bereits. Deren Vorschläge zur Fort- und Weiterbildung der Krankenhausseelsorger wurden bekräftigt und eine Zusammenarbeit mit ihnen für wichtig erklärt. Auch sollte der berufsethische Unterricht an den Berufsfachschulen für Pflege weiterentwickelt werden.

Die Bayerische Bischofskonferenz billigte 1979 den Vorschlag von Msgr. Dr. Gennewein (München) wegen der geringen personellen Ausstattung in den einzelnen Diözesen eine überdiözesane Zusammenarbeit zu gestatten. Dies ist bis heute gängige Praxis, wenn auch nur noch die Bistümer Regensburg und Augsburg eigene Seelsorgestellen für Pflegeberufe unterhalten (Stand: 2013).

In Regensburg war nach Ausscheiden von Msgr. Alois Frischholz wegen des sich abzeichnenden Priestermangels unklar, ob die Stelle wieder besetzt werden soll. Zunächst dachte man an einen Diakon oder Pastoralreferenten. Dazu kam es nicht. Lange Zeit war die Stelle verwaist.

1988 empfahl die DBK nach ihrem Studientag über die Kirchlichen Beratungsdienste während ihrer Vollversammlung in Fulda, auch eigene Seelsorger für die Beratungsberufe zu benennen. Vor diesem Hintergrund wurde Pfarrer Klaus Stock im Herbst 1989 mit einem doppelten Auftrag: Seelsorge für Beratungsdienste und Pflegeberufe ernannt. Die Krankenhausseelsorge war zu dieser Zeit noch nicht Auftrag der Dienststelle. Sie blieb direkt unter der Verantwortung des Seelsorgeamtes. Es wurde jedoch bis 1996 die Praxis von Pfarrer Alois Frischholz weitergeführt, einmal im Jahr die Krankenhausseelsorger zu einem Informations- und Studientag einzuladen.

1993 wurde Pfarrer Klaus Stock auch zum „Bischöflichen Beauftragten für die Krankenhaus- und Hospizseelsorge“ ernannt. Seither ist dieser Bereich Bestandteil der Dienststelle.

Im September 2010 trat Pfarrer Klaus Stock in den Ruhestand. Als Nachfolger wurde Krankenhausseelsorger Pfarrer Dr. Christoph Seidl ernannt. Anlässlich dieses Wechsels erhielt die Dienststelle einen neuen Namen. Sie heißt jetzt: „Seelsorge für Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen in der Diözese Regensburg“.

Am 20. Januar 2015 verstarb Pfarrer Klaus Stock.

Einen Nachruf mit einigen Augenblicken aus seiner Tätigkeit finden Sie hier
Die Traueransprache von Pfarrer Christoph Seidl findne Sie hier

 

 

 

Alois Frischholz

Msgr. Alois Frischholz
(+ 25.02.2011)

Klaus Stock

(+ 20.01.2015)