Wir über uns

Seelsorge für Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen

Der Name „Seelsorge für Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen“ ist aus der früheren Bezeichnung „Seelsorge für Pflegeberufe und Beratungsdienste“ hervorgegangen. Diese beiden Berufsgruppen sind insbesondere Zielgruppen unserer Arbeit.

Die Pflegeberufe
waren lange Zeit die Domäne der geistlichen Gemeinschaften, Orden und Kongregationen. Heute ist der Pflegeberuf eine Profession zur Sicherung des Lebensunterhalts und zur Verwirklichung eigener Vorstellungen von einer sinnvollen Lebensaufgabe. Ein christlicher Hintergrund ist bei den Pflegeberufen ebenso ausgeprägt oder nicht vorhanden wie in anderen Berufen auch.

Ohne Zweifel aber ist die psychische und körperliche Belastung für Pflegende größer als in anderen Berufen. Mit Krankheit, Leiden und Sterben täglich umzugehen, erfordert ein hohes Maß an persönlicher Reife und eine stabile seelische und körperliche Gesundheit. Hier setzt Seelsorge für Pflegeberufe heute an. Das Angebot geht von Auszeiten mit Impulsen für eine spirituelle Lebensgrundlage bis zur geistliche „Burnoutprophylaxe“ im persönlichen Seelsorge-Gespräch.

Ein ebenso wichtiges Arbeitsfeld ist die Weiterbildung der Zielgruppe in berufsethischen Fragen. Pflegende stehen – ähnlich wie Mediziner – vor immer neuen Herausforderungen angesichts des raschen medizin-technischen Fortschritts (Sterbehilfe, Organtransplantation, pränatale Diagnostik, etc.).
Ein Schwerpunkt der Dienststelle ist deshalb auch die Förderung:

der Pflegepersönlichkeit,
der fachlichen Kompetenz,
der berufsethischen Einstellung.

Die kirchlichen Beratungsdienste sind in den letzten Jahren durch gesellschaftliche und politische Entwicklungen unter einen zunehmenden Legitimitätsdruck geraten. Was ist das Besondere einer kirchlichen Beratung? Sie leistet hervorragende Arbeit - meist im Stillen - und trägt zu einem versöhnlichen Umgang in unserer Gesellschaft bei. Finanzmittel sind allgemein knapp geworden. Die vorhandenen Stellen müssen deshalb gesichert, das Personal „gepflegt“ und begleitet werden.

Es fällt auf, dass immer mehr MitarbeiterInnen in den kirchlichen Beratungsstellen nach den geistlichen Gründen ihrer Arbeit fragen. Es gibt Einladungen zu Teamsitzungen verschiedener Beratungseinrichtungen, in denen die christliche (Werte-) Grundlage des alltäglichen Tuns thematisiert wird. Auch BeraterInnen begreifen ihre Arbeit nicht selten als spezielle Form der Seelsorge. Viele Menschen mit unterschiedlichsten kirchlichen Erfahrungen suchen qualifizierte Beratung und/oder Therapie, im besten Fall durch gläubige BeraterInnen. Beratung ist kein Luxus, sondern eine zeitgemäße Form der Pastoral!

Zu unseren Aufgaben gehören:

Angebote von Einkehr- bzw. Oasentagen für helfende Berufe
Vorträge mit spirituellen berufsspezifischen Impulsen
Spezifische Angebote für Ihre konkrete Einrichtung
Besprechung neuer Literatur und aktueller Themen
Planung von und Teilnahme an Fachtagungen
Persönliches Seelsorgegespräch für die Zielgruppen
Überregionale Vernetzung mit anderen Diözesen und Berufsverbänden